Mit dem Programm Santé Solaire fördert der gemeinnützige Verein Solafrica die Nutzung von Solarenergie, um die Gesundheitsversorgung in Burkina Faso, Togo und Niger zu verbessern. Innert drei Jahren werden 47 Gesundheitszentren mit Solaranlagen und Solarkühlschränken ausgestattet.
Rund 800 Millionen Menschen leben ohne Zugang zu Elektrizität – mit gravierenden negativen Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche wie Bildung, Gesundheit, Gleichstellung, wirtschaftliche Entwicklung und Sicherheit. Die Weltgemeinschaft steht hier vor einem Dilemma: Einerseits soll den Menschen der Ausstieg aus der sogenannten Energiearmut ermöglicht werden. Andererseits darf dieser Ausstieg nicht mithilfe von fossiler Energieträger erfolgen, weil dies den Klimawandel weiter beschleunigen würde. Der Schweizer Verein Solafrica begegnet diesem Dilemma, indem er die Solarenergie insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent fördert. «Wir wollen den Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen den Zugang zu sauberer Energie ermöglichen», sagt die Kommunikationsverantwortliche Fabienne Biedermann. «Gleichzeitig leisten wir so einen Beitrag zum Klimaschutz.» Solarenergie beinhalte global das grösste Potenzial zur Energiegewinnung und habe zudem den Vorteil, dass sie netzunabhängig und dezentral produzeiert werden könne. Vor allem in den ländlichen Regionen Afrikas stellt Solarenergie eine gute Alternative zum Ausbau des öffentlichen Stromnetzes dar, das oft aus fossilen Energiequellen gespeist wird.

Bessere medizinische Versorgung, weniger CO2-Emissionen
Durch zahlreiche Projekte ermöglicht Solafrica die Installation von Solaranlagen, bildet entsprechende Fachkräfte aus, klärt die Bevölkerung über das Potenzial von Solarenergie auf, fördert innovative Technologien und setzt sich für die Verbesserung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Ein Beispiel ist das Programm Santé Solaire, das die Installation von Solarsystemen in Gesundheitszentren in abgelegenen Gebieten in Burkina Faso, Niger und Togo unterstützt. Innert drei Jahren werden in den drei Ländern insgesamt 47 Gesundheitszentren mit Solarenergie ausgestattet, wodurch sich die Grundversorgung für 100’000 benachteiligte Personen verbessert. Gleichzeitig werden die CO2-Emissionen reduziert. Die Erfahrungen seit Beginn des Programms zeigen, dass dank dieser Massnahmen medizinischen Behandlungen auch nachts sicher durchgeführt und medizinische Geräte zuverlässig betrieben werden können. Dank solarbetriebenen Kühlschränken können zudem wichtige Impfstoffe und Medikamente sicher gelagert werden. Damit die Anlage möglichst lange in Betrieb bleibt, wird das Personal in den Gesundheitszentren für einen schonenden Nutzung sensibilisiert. Zusätzlich werden an allen Standorten Personen geschult, die für die Wartung zuständig sind.

Was hat Obamas Grossmutter mit Solafrica zu tun?
Die Anfänge des Vereins gehen auf eine Aktion von Greenpeace im Jahr 2009 zurück: Die Umweltorganisation nutzte die Bekanntheit des damaligen US-Präsidenten Barack Obama, um auf das Potenzial von Solarenergie auf dem afrikanischen Kontinent aufmerksam zu machen, und liess auf dem Haus von Obamas Grossmutter in Kenia eine Solaranlage installieren. Aus dieser Aktion heraus entstand Solafrica. Heute ist die Organisation in sechs afrikanischen Ländern tätig. Ihr Ziel ist unverändert geblieben: die frei verfügbare Kraft der Sonne zu nutzen, um allen Menschen Zugang zu Elektrizität und somit Entwicklungschancen zu geben und gleichzeitig das Klima zu schützen.r fit und konzentriert zu bleiben.»

Solafrica
Der gemeinnützige Verein Solafrica fördert die Nutzung der Solarenergie in wirtschaftlich benachteiligten Regionen des globalen Südens, um den Menschen Entwicklungschancen zu bieten und das Klima zu schützen. Solafrica trägt das Zewo-Gütesiegel und ist Mitglied der Klima-Allianz Schweiz. Der Verein richtet seine Projekte nach der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen aus, konkret auf den verbesserten Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie (SDG 7) und Sofortmassnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels (SDG 13). Solafrica finanziert sich ausschliesslich über Spenden und Projektbeiträge.






